Instrumente
Chronic

1948

Als die beiden Rheinorte Ensen und Westhoven noch durch die Kriegswirren des zweiten Weltkriegs sichtbar gezeichnet waren, und obwohl keine Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung standen, hatten einige Spielleute die Idee, wieder einen Spielmannszug ins Leben zu rufen.

Heinrich Kratz war der Initiator dieses Gedankens und fand in Martin Busbach nebst den Söhnen Peter und Jakob Busbach sowie Heinrich Klasen jun. und Gustav Engelmann altgediente Spielleute, die spontan bereit waren, dieser Neugründung zuzustimmen.
Die bereits genannten hielten Umschau und fanden einige weitere Gleichgesinnte, die sich anschlossen und den Grundstein zum heutigen Spielmannszug legten.
In der alten Schmiede von Heinrich Kratz in der Gilgaustraße, die heute bereits dem Strukturwandel des Ortsbildes weichen mußte, wurden die ersten Proben mit aus den Vorkriegsjahren geretteten Instrumenten durchgeführt. Diese Proben waren nur eine Notlösung, da zwischenzeitlich neue Mitglieder aus Porz nach Ensen fanden und die räumlichen Verhältnisse dafür ungeeignet erschienen.
In der Hohe Straße "Rheinterasse Jakobs" mit renoviertem Saal und Kegelbahn fand man eine neue Übungsstätte und gleichzeitig ein Vereinslokal, wo neben den Proben auch Veranstaltungen durchgeführt werden konnten.

1949

Da alle Mitglieder bereits schon als Spielleute tätig waren, fand man schnell eine Harmonie und man wagte sich an die Öffentlichkeit. Der erste öffentliche Auftritt des neuen Spielmannszuges war das Schützenfest 1949 in Ensen-Westhoven. In allen Ortsteilen der Großgemeinde Porz wurden die Vereine aktiv, und so wurden die Verpflichtungen Jahr für Jahr mehr.

1954

Bereits im Jahre 1954 wurden neue Uniformen in Auftrag gegeben und teilweise neue Instrumente angeschafft. Gleichzeitig mit der neuen Uniformen wurde auch das Porzer Stadtwappen als Ärmelabzeichen eingeführt.

1965

Im Jahre 1965 vollzog sich durch die zur Ruhesetzung der Familie Beckhausen (Eigentümer der Rheinterasse) ein Wechsel des Vereinslokals in die "Odeon Klause" der Familie Schlang in der Gilgaustraße.

1967

Im Jahre 1967 gründete man eine eigene Jugendabteilung. Nach einer Ausbildungszeit von knapp zehn Monaten war die Jugendabteilung auf eine Stärke von 22 Jugendlichen angewachsen. Bei öffentlichen Auftritten im Karneval und bei Schützenfesten wirkten die Jugendlichen bereits mit.

1969

In den Jahren 1969 und 1970 ermöglichte der Spielmannszug ein 14-tägigen Ferienaufenthalt in einem Zeltlager in Hartegasse im oberbergischen Kreis.

1976

In Eigenleistung erstellte der Spielmannszug in einer Bauzeit von sechs Monaten über dem Vereinslokal in der Gilgaustraße ein Vereinsheim mit Proberaum, Nebenräumen und WC-Anlagen. Die offizielle Einweihung erfolgte im Oktober 1976.

1983


Leider wurden diese Räumlichkeiten im Jahre 1983 vom Eigentümer selbst benötigt und mit Ablauf des Monats Juli 1983 gekündigt. Da im ehemaligen Vereinslokal zwischenzeitlich ein Pächterwechsel stattgefunden hatte, stand der Spielmannszug über Nacht auf der Straße. Die Schützenbruderschaft Ensen-Westhoven zeigte sich solidarisch und stellte ihren Schießstand in der Annastraße zur Durchführung der Proben bereit. Ende des Jahres 1983 konnte man dann für die wöchentlichen Proben das katholische Pfarrheim neben der St. Laurentius Kirche benutzen. Der damalige Pfarrer Pesch half sehr unbürokratisch, worauf sich der Spielmannszug zum Dank mit der Renovierung mehrerer Räume des Pfarrheimes revanchierte.

In den nächsten Jahren hat sich der Wirkungskreis des Spielmannszuges erheblich vergrößert, wo unter anderem Schützenfeste in Ostfriesland (Wittmund, Jever und Rhauderfehn) besucht wurden. Man wurde sogar für die Festzüge des Bundeskönigsschießens verpflichtet (Köln, Bonn, Neuss und Koblenz).

Im Laufe der Vereinsgeschichte war man auch international in Punkto Musik auf Auslandsreisen und zwar fünfmal in Nougent, Sur Marne in der Nähe von Paris in den Schweizer Städten Pajerne bei Bern und Carouge bei Genf, sowie mehrmals in Holland, Maastricht und Falkenburg.
In Österreich besuchte man die Steiermark und gab unter anderem ein Platzkonzert auf einer Almhütte in 2T Metern Höhe.

Nach der Trennung von dem Siegburger Stadtsoldaten Corps Rot-Weiss (für das in der Karnevalssession gespielt wurde), schaffte man sich mit erheblichem Kostenaufwand eigene rot-weiße Funkenuniformen an. Vortan spielte man in eigener Regie auf Sitzungen, Kostümbällen und Karnevalszügen, worauf wir besonders stolz sind, das diese Entscheidung bis zum heutige Tage die Richtige gewesen ist.

1985

Eine besondere Ehrung erhielt der Spielmannszug 1985 durch den Festausschuß Porzer Karneval, in dem die Ernennung als "Hofmusikzug" zum Ausdruck gebracht wurde.

1995

Nach den umfangreichen Renovierungsarbeiten im Engelshof in Westhoven hat der Spielmannszug endlich wieder ein eigenes Vereinsheim. Nach zähen, aber erfolgreichen Verhandlungen mit der Stadt Köln haben wir das Dachgeschoß über dem Gruppenraum als Vereins- und Lagerraum langfristig angemietet. Der Innenausbau wurde in Eigenleistung durchgeführt. Seit November 1995 ist hier nun unser neues zu Hause.

Das 25jährige und 30jährige Stiftungsfest wurde in einem Festzelt auf dem Marktplatz in Ensen gefeiert unter Mitwirkung des Stabsmusikcorps der Bundeswehr.

1998

Das 50jährige Stiftungsfest 1998 wurde im heimischen Engelshof gefeiert. Der ‘Bunte Abend ‘ zur Eröffnung des Festes war ein großer Erfolg und auch der zweite Tag mit Festkommers und Festumzug kann als gelungen bezeichnet werden.

2003

Das 55jährige Stiftungsfest wurde auch im Engelshof, unserem neuen Domiziel im Mai 2003 abgehalten. Der Samstag war ein bunter Abend mit musikalischer Untermalung, sowie einige Ehrungen verdienter Mitglieder. Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der befreundeten Vereine; viele Ortsvereine und Schützenvereine kamen zum Festkommerz um uns ihre Referenz zu erweisen, danach zeigten dann Spielmannszüge und Musikvereine im Freundschaftsspiel ihr Können und boten ein vielseitiges musikalisches Abschlussprogramm, das dann gemütlich ausklang.

2007

Im Jahre 2007 kam für uns etwas überraschend aber genau zur richtige Zeit die Anfrage des Garde-Korps-Köln, KG blau-weis Zündorf von 1928 e.V. (GKK) Denn die Zeit für Spielmannszüge im Karneval groß Erfolg zu haben war vorbei, wir mußten neue Wege suchen. Nach einige guten Gesprächen zwischen den beiden Vorständen war schnell klar, das kann was werden und wir schlossen eine 'Jahresvertrag als Regimentsspielmannszug' für die Session 07/08 ab. Viel zusätzlicher Einsatz und starker Wille etwas zu bewegen trieb uns an um ein erfolgreiches Jahr abzugeben. In blau-weissen Uniformen anfänglich noch ungewohnt, aber trotzdem stolz es geschafft zu haben. Die Session kam und es wurde sehr schnell klar, das sich zwei Vereine gefunden hatten die zusammen passen. Die Auftritte wurden mit großem Erfolg abgewickelt und für beiden Gruppen stand schnell fest - das muss weitergehen!

Rückblickend auf die hinter uns liegenden mehr als 60 Jahre Vereinsarbeit, sei der Bevölkerung von Ensen-Westhoven und Umgebung gedankt, für die rege Teilnahme an unseren Veranstaltungen und die Unterstützung seit dem Gründungsjahr 1948. Und mit der weiteren Zusammenarbeit des GKK hoffen wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft getan zu haben, damit wir noch einige Jahre mit unsere Musik jung und alt begeistern können.

2014

Nachdem sich in diesem Jahr durch Umstrukturierung des Vereins die aktiven Mitglieder verringert haben,  konnte die Zusammenarbeit mit dem Garde-Korps Köln, blau-weis Zündorf von 1928 e.V, (GKK) für die anstehende Karnevals Session  nicht mehr aufrecht erhalten werden.

2016

Am 22. April wurde ein Vertrag über ein Jahr mit der Prinzengarde Rot Weiss Hürth 1947 e.V unterschrieben. Wir werden ab 1. Mai den Regimentsspielmannszug der Prinzengarde in Zusammenarbeit mit dem Tambourcorps Blau-Weiß Köln-Humbold/Gremberg in der Session 16/17 stellen.

 

Wer Lust und Liebe zur Musik und Geselligkeit verspürt, ist jederzeit gerne willkommen, neue Mitglieder kann jeder Verein gebrauchen.

Mittwochs jeweils ab 19.00 Uhr kann sich jeder bei den Proben im Gruppenraum des Engelshofes einen Einblick in unser Vereinsleben verschaffen.

 

 

 

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